23. – 27. August 2024, International Photo Festival Olten 2023, Kapuzinerkloster Olten
Kuration: Miriam Edmunds
Nordlichter, arktische Tundra, Eisschollen und Menschen, die den Elementen trotzen, um diese entlegenen Regionen zu ihrem Zuhause zu machen – was den meisten von uns fremd und surreal erscheint, steht im Mittelpunkt von Evgenia Arbugaevas Langzeitprojekt über die russische Arktis. Arbugaeva selbst ist in der abgelegenen Hafenstadt Tiksi an der Laptewsee aufgewachsen, und obwohl sie heute in Grossbritannien lebt, fühlt sie sich ihrer Heimat nach wie vor eng verbunden.

Ausgangspunkt für die Arbeiten in dieser Ausstellung war eine Expedition im Jahr 2013 an Bord eines Eisbrechers, der entlegene Orte an der Küste des Arktischen Ozeans mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs versorgt. Während dieser Reise beschloss Arbugaeva, die arktische Küste zu kartografieren und mit den Menschen in Kontakt zu treten, die an diesen abgelegenen und unwirtlichen Orten leben. Seitdem hat sie die russische Arktis ausgiebig bereist und sich in einer Wetterstation in Chodowaritscha, einem Leuchtturm auf der Halbinsel Kanin, in der verlassenen Stadt Dikson und in der fernöstlichen Region Tschukotka aufgehalten.

Die in satten Farben gehaltenen Bilder, die Arbugaeva von ihren ausgedehnten Reisen mitbringt, vermitteln eine Welt, in der alles miteinander verbunden scheint: Mensch und Natur, Himmel und Erde. Sie zeigen einen elementaren Raum, der sowohl von Einsamkeit als auch von einem intensiven Leben im Rhythmus der Natur geprägt ist. Arbugaevas Arbeiten laden ein, über die fragile Schönheit dieser Region nachzudenken – eine Welt, die trotz der Bedrohung durch Umweltveränderungen nach wie vor Sehnsuchtsgefühle und Abenteuerfantasien heraufbeschwören.

Die Ausstellung findet im Rahmen des International Photo Festivals Olten 2023 statt.